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Lohnt sich ein Solarstromspeicher für Eigen- und Mehrfamilienhäuser?

Durch den Wegfall der staatlich garantierten hohen Einspeisevergütungen für den selbst erzeugten Strom aus Photovoltaik-Anlagen, stellt sich für Wuppertaler Eigenheimbesitzer die Frage nach einem Solarstromspeicher.

Die aus den Solargeneratoren gewonnene
Energie, die nach einem sonnenreichen Tag nicht selbst genutzt wird, kann auf
diese Weise gespeichert und später selbst verbraucht oder in das öffentliche
Netz eingespeist werden. Im Rahmen des Marktanreizprogramms zur
Selbstvermarktung von Strom gewinnen Solarstromspeicher außerdem immer mehr an
Bedeutung. Es handelt sich bei Solarstromspeichern in der Regel um
Blei-Batterien, die sich in der Praxis bewährt haben, jedoch beträgt der
effektive Nutzen von Blei-Batterien nur 50 Prozent. Die Entladung der teureren
Lithium-Ionen-Batterien als Solarstromspeicher sind mit 80 bis 90 Prozent
wesentlich wirtschaftlicher und haben mit 6.000 Ladezyklen eine längere
Lebensdauer als Blei-Batterien. Preislich gingen die bislang doppelt so teuren
Lithium-Batterien 2015 sogar auf Talfahrt. 




Vor-und Nachteile eines Solarstromspeichers für Eigenheimbesitzer




Wer eine Photovoltaikanlage neu errichten möchte und einen hohen Grad an
Autarkie anstrebt, verbunden mit dem Wunsch, an der Energiewende teilzuhaben,
der sollte über die Anschaffung eines Solarstromspeichers zur Ergänzung
nachdenken. Ein Nachteil sind die hohen Anschaffungskosten von derzeit etwa
6.000 bis 15.000 Euro, je nach Größe des Stromspeichers. Im Allgemeinen sind
die Ladezyklen einer Blei-Batterie auf Säure-Basis auf 2.000 begrenzt und
entsprechen einer Lebensdauer von maximal 8 bis 10 Jahren. Für die meisten
Lithium-Eisenphosphat-Batterien gewähren die Hersteller eine Leistungsgarantie
von 10 -15 Jahren. Dies steht aber in keinem Verhältnis zum wirtschaftlichen
Nutzen. Um in den Genuss der
staatlichen Förderung zu kommen, muss sich der
Anlagenbetreiber nämlich verpflichten, über 20 Jahre lang mindestens 40 Prozent
des erzeugten Stroms selbst zu verbrauchen und maximal 60 Prozent in das öffentliche
Netz einzuspeisen. Was ist, wenn der Akku dann nicht mehr zur Verfügung steht
und neu angeschafft werden muss? Außerdem wird die staatliche 10%-Förderung  voraussichtlich 2018 enden und der
Eigenheimbesitzer muss zu dem an der Strombörse ausgehandelten Strompreis
verkaufen.



Finanzielle Förderung und Marktchancen




Um den Einstieg in den Strommarkt zu erleichtern, gibt es staatliche
Tilgungszuschüsse von der KfW für die
Anschaffung privater
Solarstromspeicher
. Für
Photovoltaikanlagen, die nach dem 31.12.2012 installiert worden, und die nicht
größer als 30 KilowattPeak sind, werden maximal 660 Euro pro Kilowatt
angerechnet. Bei neuen Anlagen sind es 600 Euro. Bei den sogenannten
Tilgungszuschüssen handelt es sich um zinsgünstige Kredite, die an Bedingungen
geknüpft sind. Dies betrifft vor allem das technische Betriebsmanagement der
Batteriesysteme. Man sollte hierbei exakt rechnen und einen Experten zu Rate
ziehen. Meistens amortisiert sich die Installation einer Photovoltaik-Anlage;
die Anschaffung eines Solarstromspeichers ist jedoch mit einem ökonomischen
Risiko behaftet.



Fazit




Da die Technik des Solarstromspeichers noch nicht vollständig ausgereift ist,
ist hierbei Vorsicht geboten. Die effektiven Kosten stehen bislang in keinem
Verhältnis zum derzeitigen Nutzen; was sich jedoch langfristig ändern kann. Die
staatliche Förderung deckt nur eingen geringen Teil der tatsächlichen Investitionskosten.
Wer gezielt Energie sparen möchte, sollte vermehrt auf Wärmedämmung setzen und
einen Solarstromspeicher nur anschaffen, wenn die Energieersparnis dadurch
höher wäre, als der
marktübliche Haushaltsstrompreis.



 


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