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180 Projekte für die Wupper erfolgreich umgesetzt

Fachleute diskutieren Gewässerentwicklung im Wuppergebiet

180 Projekte für die Wupper erfolgreich umgesetzt

Fachleute diskutieren Gewässerentwicklung im Wuppergebiet

22. Symposium Flussgebietsmanagement und Gebietsforum Wupper
22. Symposium Flussgebietsmanagement und Gebietsforum Wupper

Gemeinsame Pressemitteilung der Bezirksregierung Düsseldorf und des Wupperverbandes vom 22.05.2019

Die Entwicklung der Flüsse und Bäche, insbesondere der Wupper, steht am 22. und 23. Mai in Wuppertal im Fokus beim 22. Symposium Flussgebietsmanagement / Gebietsforum Wupper des Wupperverbandes und der Bezirksregierung Düsseldorf.

Im Jahr 2000 wurde die EU-Wasserrahmenrichtlinie (EU-WRRL) verabschiedet. Das Ziel ist, alle Gewässer in ganz Europa zu schützen und bis 2027 den guten Zustand zu erreichen. Der gute Zustand umfasst neben der Wasserqualität auch die Natürlichkeit der Flussläufe sowie das Vorkommen von Fischen, Kleinlebewesen, Algen und Pflanzen.

„Die Ergebnisse des Zwischenberichtes 2018 über den deutschlandweiten Umsetzungsstand der Wasserrahmenrichtlinie zeigen, dass wir auf einem guten Weg sind. Aber 40 % begonnene bzw. abgeschlossene Maßnahmen bedeuten, dass wir noch viel bewegen müssen, um das ambitionierte Ziel der Wasserrahmenrichtlinie bis 2027 zu erreichen. Vorbildlich ist hier das Wuppereinzugsgebiet mit ca. 80 % begonnenen bzw. abgeschlossenen Maßnahmen“, sagt Jörg Matthes, Leiter des Wasserwirtschaftsdezernates der Bezirksregierung Düsseldorf.

Fischaufstieg Beyenburg
Fischaufstieg Beyenburg

Der Wupperverband hat in den Jahren 2008 bis 2018 ein erstes Maßnahmenprogramm mit einem Budget von 8 Mio. Euro aufgelegt. Dies beinhaltet die Förderung durch das Land in Höhe von bis zu 80 Prozent und mehr.

„Wenn wir auf die letzten 10 Jahre zurückblicken, können wir feststellen, wir haben schon viel Positives bewirkt“, lautet das Fazit von Wupperverbands-Vorstand Georg Wulf. „Die Wupper war viele Jahrzehnte ein Negativbeispiel, jetzt haben wir wieder natürliche Flussabschnitte und seltene Tiere, z. B. den Eisvogel. Das treibt uns an, gemeinsam mit Ministerium und Behörden, Kommunen und Verbandsmitgliedern diesen Weg fortzusetzen.“

In diesem Zeitraum hat der Verband rund 180 Maßnahmen umgesetzt, von Forschungsprojekten über Kartierungen, z. B. Laichgrubenkartierung, bis hin zu Renaturierungen. Begradigte, befestigte oder verrohrte Bachläufe haben wieder ein natürliches Bachbett erhalten. An der Wupper hat der Verband z. B. Befestigungen entfernt, die Struktur mit Steinen und Inseln verbessert oder an Wehren und Hindernissen eine Durchgängigkeit für Fische und Kleinlebewesen geschaffen. Highlights der vergangenen 10 Jahre waren z. B. der Thermorüssel an der Großen Dhünn-Talsperre, der große Fischaufstieg am Stausee Beyenburg, die Wupper-Entwicklungsmaßnahmen in Solingen, Hückeswagen, Wipperfürth und in Wuppertal, hier in Kooperation mit der Stadt oder mit Unternehmen, und auch Projekte an Nebenbächen, z. B. an Morsbach, Dhünn und Uelfe.
Von 2018 bis 2030 setzt der Wupperverband ein weiteres Maßnahmenpaket um, das Investitionen in Höhe von 14 Mio. Euro umfasst.

Scherfbach in Odenthal
Scherfbach in Odenthal

Flüsse werden wieder zu Lebensadern

Die Projekte im Wuppergebiet zeigen Wirkung: Der Zustand der Gewässer hat sich verbessert. Schon 25 Prozent der Wupper bzw. ihrer Nebenbäche sind in dem von der EU-WRRL geforderten guten Zustand. Damit liegt das Wuppergebiet deutlich über dem Bundesdurchschnitt mit ca. 8 Prozent Gewässern in gutem Zustand.
Die Gewässer entwickeln sich zunehmend zum Lebensraum für Tiere und Pflanzen. Empfindliche Fische, z. B. Lachse und Meerforellen, und auch der Biber erobern sich den Lebensraum Wupper zurück.
Flüsse sind wieder attraktive Aufenthaltsorte und bereichern das Stadtbild. Auch die Menschen erleben die Gewässer als wertvoll und setzen sich für sie ein.

Herausforderungen durch Klimawandel und Stoffe in Gewässern

Neben der Umsetzung der EU-WRRL und der Gewässerentwicklung richtet sich der Blick der Fachleute bei der Veranstaltung auch auf aktuelle Herausforderungen, die nicht nur die Wasserwirtschaft, sondern die Gesellschaft insgesamt betreffen.
Mit seinen Wetterextremen hat das Jahr 2018 auch im Wuppergebiet deutlich gemacht, der Klimawandel ist bereits bei uns angekommen. Um sich in der Region für die Auswirkungen des Klimawandels, z. B. Starkregen oder Trockenheit, zu rüsten, sind vielfältige Maßnahmen von Kommunen, Wasserversorgern, dem Wupperverband und letztlich den Bürgerinnen und Bürgern erforderlich. Anpassungsstrategien werden entwickelt, z. B. wie der Talsperrenbetrieb an die sich ändernden Wetterbedingungen angepasst werden kann. Für die Bürgerinnen und Bürger heißt das Stichwort Eigenvorsorge, denn letztlich muss jeder sich mit der Frage befassen, wie kann ich mein Haus oder Grundstück besser vor Starkregen oder Sturzfluten schützen.

Weitere aktuelle Themenfelder sind Spurenstoffe, z. B. Rückstände von Medikamenten und Chemikalien, Mikroplastik oder multiresistente Bakterien.
Um diese komplexen Themen wirkungsvoll zu bearbeiten, bedarf es einer Gesamtstrategie, die die Risiken bewertet und sinnvolle Maßnahmen an den verschiedenen Ansatzpunkten, von Herstellung und Verbraucher bzw. Anwender bis hin zu wasserwirtschaftlichen Anlagen am Ende der Kette, bündelt.
Der Wupperverband ist bereit, in seinem Aufgabenbereich an der Lösung dieser Fragestellungen mitzuwirken. Allerdings ist die Voraussetzung dafür eine politische und gesetzliche Entscheidung, welche Anforderungen z. B. an die Kläranlagen künftig gestellt werden. Hier bedarf es einer Grundlage, bevor Entscheidungen für kostenintensive Investitionen in die Abwasserreinigung getätigt werden.


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