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Wann singt der Mensch?

Dietrich W. Hilsdorf inszeniert ›Intolleranza 2021‹ in Wuppertal. Ein hochpolitisches Stück bildet den Abschluss der Feiern zu Engels’ 200. Geburtstag in Wuppertal.

Wann
singt der Mensch? – Dietrich W. Hilsdorf inszeniert ›Intolleranza 2021‹ in
Wuppertal


 


Ein
hochpolitisches Stück bildet den Abschluss der Feiern zu Engels’ 200. Geburtstag
in Wuppertal.


 


Wuppertal,
31. Mai 2021


Mit
der Aufführung des epochemachenden Opernerstlings ›Intolleranza 2021‹ von Luigi
Nono blickt die Oper Wuppertal auf das Zusammenspiel von Arbeit, Migration und
Unterdrückung im Kapitalismus und damit auch auf das Werk des berühmten
Wuppertalers Friedrich Engels. Auch wenn die Feierlichkeiten zu Engels‘ 200.
Geburtstag pandemiebedingt beeinträchtigt sind und die Aufführung von
›Intolleranza 2021‹ aus gleichem Grund verspätet und für das Publikum nur als
Stream zu erleben sein wird – die Dringlichkeit der Thesen dieses
hochpolitischen Werks scheint heute nicht weniger gegeben als zur Zeit seiner
Entstehung 1960.


 


Regie-Altmeister
Dietrich W. Hilsdorf, Bühnenbildner Dieter Richter und Kostümbildnerin Nicola
Reichert verorten die Handlung konkret in unserer Realität und fragen nach der
Aktualität dieses politisch aufgeladenen Stoffes in der von Krisen zutiefst
verunsicherten Welt des 21. Jahrhunderts. Die Verkörperung der Figuren durch
Markus Sung-Keun Park, Solen Mainguené, Simon Stricker und Sebastian Campione
ist von hoher stimmlicher und emotionaler Dichte. Daneben konnte die Oper
Wuppertal mit der Mezzosopranistin Annette Schönmüller eine ausgewiesene
Expertin für Neue Musik und mit dem Musikalischen Leiter Johannes Harneit einen
der erfahrensten Nono-Kenner unserer Zeit gewinnen. Die Teilnahme des
Spezialistenensembles Chorwerk Ruhr steht für höchste Qualität in der
musikalischen Realisation.


 


»
›Intolleranza 1960‹ ist das Erwachen eines menschlichen Bewusstseins in einem
Mann, einem Gastarbeiter in einer Mine, der gegen die Anforderungen der
Notwendigkeit aufbegehrt, und der nach dem Grund des Lebens und seiner
»menschlichen« Basis sucht. Nach verschiedenen Erfahrungen mit Intoleranz und
Unterdrückung beginnt er, menschliche Beziehungen zwischen ihm und anderen
wieder zu entdecken, wird dann aber gemeinsam mit anderen von einer Sintflut
fortgerissen. Was bleibt, ist sein Glaube an eine Zeit, »in der der Mensch dem
Menschen ein Helfer ist«. Symbol? Bericht? Fantasie? Alles drei, in einer
Geschichte unserer Zeit.« So beschrieb Luigi Nono selbst sein
Werk.


 


Wenige
wissen, mit welcher Unvoreingenommenheit Friedrich Engels seinen Mitmenschen
gegenübertrat. Die Aufführung der Oper ›Intolleranza 2021‹ will an diesem – den
Kern seines Wesens und seiner Arbeit betreffenden – Punkt ansetzen und ihn auf
seine heutige Aktualität überprüfen. Welche Oper wäre besser geeignet, einen
unverstellten Blick auf die Wirkung des


Schaffens
von Friedrich Engels zu werfen?


 


Eine
Aufführung vor Publikum ist leider derzeit nicht möglich. Aus diesem Grund wird
›Intolleranza 2021‹ an festen Terminen im Stream angeboten. Der Vorverkauf zum
jeweiligen Termin endet eine Stunde vor Beginn. Das Video ist für 46 Stunden ab
der gebuchten Uhrzeit verfügbar. Kunden erwerben einen personalisierten Zugang,
der auf einem Endgerät eingesetzt werden kann.


 


 


›Intolleranza
2021‹
Handlung
in zwei Teilen von Luigi Nono nach einer Idee von Angelo Maria Ripellino.


In
italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln.


Onlinepremiere:
Fr. 18. Juni 2021, 19:30 Uhr im Stream


 


Weitere
Termine:


Sa.
26. Juni 2021, 19:30 Uhr im Stream


Fr.
02. Juli 2021, 19:30 Uhr im Stream


Fr.
13. August 2021, 19:30 Uhr im Stream


Fr.
27. August 2021, 19:30 Uhr im Stream


Weitere
Informationen und Tickets unter oper-wuppertal.de/intolleranza


 


Künstlerisches
Team:


Musikalische
Leitung: Johannes Harneit


Inszenierung:
Dietrich W. Hilsdorf


Bühne:
Dieter Richter


Kostüme:
Nicola Reichert


Video:
Gregor Eisenmann


Chor:
Markus Baisch


Einstudierung
Chorwerk Ruhr: Sebastian Breuing


Dramaturgie
der Oper Wuppertal


 


Besetzung:


Ein
Emigrant: Markus Sung-Keun Park


Seine
Gefährtin: Solen Mainguené


Eine
Frau: Annette Schönmüller


Ein
Algerier: Simon Stricker


Ein
Gefolterter: Sebastian Campione


Ein
Körper: Andrej Berezin


Polizei:
Katharina Greiß, Tanja Ball, Marco Agostini, Tomasz
Kwiatkowski


 


OPERNCHOR
DER WUPPERTALER BÜHNEN


CHORWERK
RUHR


STATISTERIE
DER WUPPERTALER BÜHNEN


 



SINFONIEORCHESTER
WUPPERTAL


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