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Sachbeschädigung am Seebrücke-Gedenkort

Gedenkort für Menschen, die auf der Flucht ums Leben kamen. "„Nicht einmal eine Woche hat es gedauert, bis jemand den Gedenkort beschmiert und beschädigt hat."

Letzte Woche Samstag, am 21. Mai 2022, wurde der Gedenkort für Menschen, die
auf der Flucht nach Europa ums Leben kamen, am Mirker Bahnhof von der
Seebrücke Wuppertal eingeweiht. Der u.a. von der Stadt Wuppertal
geförderte Gedenkort besteht aus einem großen, im Erdboden versunkenen
Schiff aus Stahl, einer Info-Stele mit Fotos und Textinformation. 


In der
Nacht von Mittwoch auf Donnerstag (Ende Mai 2022) wurde die Platte auf der Stele
irreversibel beschädigt, gleich zweimal wurde „NSU“ als Verweis auf den
„Nationalsozialistischen Untergrund“ mit wasserfestem Stift
aufgekritzelt und in die Mitte der Platte in die Fotografien eingeritzt.

„Nicht einmal eine Woche hat es gedauert, bis jemand den Gedenkort
beschmiert und beschädigt hat. Das ist nicht nur eine Verunglimpfung des
Gedenkens an die Toten, sondern auch eine Drohung an Menschen, die auf
der Flucht sind und die in Europa Schutz suchen“, so Renate Schatz von
der Seebrücke Wuppertal. "Selbstverständlich werden wir das nicht
einfach hinnehmen. Wir haben Strafanzeige wegen Sachbeschädigung und
politisch motivierter Straftat gestellt.“


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