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Ballonfahrt für siegreiche Schüler

Beim "Schlau-Bergischen Städte-Quiz" der Bergischen Universität war der erste Preis eine Ballonfahrt übers Bergische Land

In ca. 700m Höhe über dem Bergischen Land: Ballonführer Ingo Burger mit Sarah Vranidis und Philipp Schinz. Das Foto machte Ingo Burger mit Hilfe eines Teleskoparms per Selbstauslöser.

"Wir warten schönes Sommerwetter ab", hatte Ballonführer Ingo Burger als Parole ausgegeben, als die Bergische Universität im Januar beim "Schlau-Bergischen Städte-Quiz" das im Wettstreit mit Rate-Teams aus Wuppertal und Remscheid siegreiche Solinger Team als Preis mit einer Ballonfahrt übers Bergische Land für die beiden 18jährigen Schüler Sarah Vranidis vom Gymnasium Schwertstraße und Philipp Schinz vom Gymnasium August-Dicke-Schule bedachte. Jetzt war es endlich soweit – letzten Samstag in aller Herrgottsfrühe, bevor sonnenbedingte Thermik eine Ballonfahrt zu gefährlich macht, war spannender Start auf dem Campus Freudenberg der Elberfelder Südhöhen.

Um 7.34 hob der blau-gelbe Heißluftballon mit dem Logo der Barmenia Versicherungen als Sponsor des Luftsportclubs Wuppertal bei strahlendem Sonnenschein ab – wohin das laue Lüftchen Ballon und Fahrer bringen würde, war zunächst nicht abzusehen. In zwei Verfolgerfahrzeugen saßen Ballonhelfer Ekkehard Fraaß, der Quiz-Moderator Prof. Dr. Eckhard Freise sowie Prorektorin Prof. Dr. Annegret Maack. Sie brauchten aus ihrer Froschperspektive keine Sekunde bangen, den Ballon auch nur aus den Augen zu verlieren. Eine Stunde war geplant – für mehr reicht das Gas an Bord nicht aus. Am liebsten wären Sarah und Philipp Richtung Solingen gefahren, aber da spielte die Windrichtung nicht mit. So ging es Richtung Schwelm/Radevormwald. Ab etwa 700 Metern Höhe konnten Sarah, Philipp und Ballonführer Ingo Burger (32) schon die Spitzen des Kölner Doms sehen.

Sarah Vranidis und Philipp Schinz.

Burger, als Ökonom selbst Absolvent der Bergischen Uni und beruflich tätig beim Geologischen Dienst des Landes NRW in Krefeld, hat fast 300 Ballonfahrten hinter sich, davon weit über 200 als Ballonführer. Mit dem Startplatz Campus Freudenberg, der seit zehn Jahren der Universität gehört, verbindet er Erinnerungen – als Soldat war Burger in der dortigen früheren Generaloberst-Hoepner-Kaserne stationiert.

Das Solinger Quiz-Team mit Klaus Bailly, Direktor des Gymnasiums Vogelsang, dem Fernsehtechnik-Spezialisten Prof. Dr.-Ing. Uwe Kraus, der Romanistin Dr. Susanne Gramatzki M.A., dem Chemie-Studenten Hendrik Venzlaff, Sarah und Philipp, war nach dem spektakulären Städte-Quiz in höchsten Tönen gelobt worden. Schon in der ersten von zehn Runden hatte es Remscheid und Wuppertal deutlich hinter sich gelassen: "Solingen als Quiz-König" titelte das Tageblatt, jubelte über den eindeutigen Sieg ("Solinger waren die größten Schlauberger") und lobte das Quiz als "absoluten Höhepunkt" der traditionellen Schüler-Infotage der Bergischen Uni. Auch die Remscheider Presse erkannte neidlos an, dass die "Schlau-Berger" aus Solingen kommen: "Um Längen hat das SG-Team das Quiz der Bergischen Uni für sich entschieden", schrieb der Remscheider General-Anzeiger. Die Westdeutsche Zeitung, Wuppertal, stellte auf ihrer Titelseite trocken fest: "Die Solinger Ratefüchse setzten sich souverän durch." Eckhard Freise (59), Professor für Mittelalterliche Geschichte mit besonderem Faible für Hexen und Gespenster und seit seinem Millionengewinn bei Günter Jauch selbst zum Quiz-Master mutiert, hatte sich die hürdenreichen Runden ausgedacht.

Ballontaufe auf freiem Feld zwischen Radevormwald und Schwelm (v.l.n.r.): Ingo Burger, Philipp Schinz, Prorektorin Prof. Dr. Annegret Maack, Sarah Vranidis und Prof. Dr. Eckhard Freise.
 

Auf der Wiese eines Bauern nahe der Hofschaft Dreve zwischen Beyenburg und Schwelm landete der Heißluftballon mit den begeisterten Solinger Schülern sicher um 7.50 Uhr. Sarah, die Staatsanwältin werden will und Philipp, der über die Zeit nach dem Abi noch nachdenkt, mussten selbstverständlich auch die obligatorische Ballontaufe über sich ergehen lassen. Pilot Ingo Burger hatte Schampus mitgebracht und sich außerdem zwei beeindruckende Namen für die beiden ausgedacht: "Prinzessin Sarah, mutige Wiesenmücke im Morgendunst zu Dreve", und "Landsknecht Philipp, kreisender Adler über den Nebelfeldern des Bergischen Landes und Wiesenhüpfer zu Dreve". Die Ballonfahrt war unvergesslich, und ihre Urkunden samt Stempel und Signatur des Aeronauten stecken sich die so geadelten Sarah und Philipp jetzt zuhause an den Spiegel.
 

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