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Mach mit beim Bioblitz 2022

Die Station Natur und Umwelt in Wuppertal und die Natur-Schule Grund in Remscheid rufen zur Teilnahme am bundesweiten Wettbewerb auf.

„Was kann ich allein schon ausrichten?“ – eine Frage, die sich viele stellen, wenn es um Naturschutz und Artenvielfalt geht.
Seit dem 1. Januar 2022 ist eine mögliche Antwort: Einfach am deutschlandweiten „Bioblitz 2022“ (#bioblitz2022) der Landkreise und / oder kreisfreien Städte teilnehmen, denn man kann bekanntlich nur schützen, was man kennt!

Das LWL-Museum für Naturkunde des Landschaftsverbands Westfalen-Lippe (LWL) ruft zusammen mit vielen regionalen Partnern und der Naturbeobachtungsplattform Observation.org zum Wettbewerb der Artenvielfalt zwischen Kreisen und kreisfreien Städten in ganz Deutschland auf.

In vier Tagen schon über 100 Arten für Remscheid erfasst
In Remscheid beteiligt sich u.a. die Natur-Schule Grund am Bioblitz 2022. Insgesamt 4 Beobachter:innen haben innerhalb von 5 Tagen bereits über 100 Pflanzen-, Pilz- und Tierarten beobachtet; für Remscheid ist also eine große Zahl von Neufunden im Verlauf des Jahres zu erwarten, da ein sehr großer Teil des Stadtgebietes überhaupt noch nicht angesehen wurde.

Eine Gelegenheit auch für Schulklassen, Jugend forscht, die Aktion "Naturtagebuch" und viele Naturfreund:innen, sich zu beteiligen.

Landkreise und kreisfreie Städte treten gegeneinander an
Alle Naturbegeisterten sind aufgerufen mitzumachen, ganz egal ob Laien, Expert:innen, Familien oder Schulklassen, um ihre Städte bzw. Kreise zu unterstützen. Schon jetzt haben auch zahlreiche Institutionen aus ganz Deutschland ihre Teilnahme zugesagt.

Ein Bioblitz ist eine Aktion, bei der auf einem bestimmten Gebiet in einem bestimmten Zeitraum so viele wildlebende Arten wie möglich nachgewiesen werden sollen. Naturbegeisterte in Remscheid und den umliegenden Städten und Kreisen sollen beim „Bioblitz 2022“ versuchen, ihrer kreisfreien Stadt oder ihrem Landkreis zu möglichst langen Artenlisten zu verhelfen. Dies geschieht, indem sie das ganze Jahr 2022 über so viele Naturbeobachtungen wie möglich melden – per Smartphone über die Bestimmungs-App ObsIdentify oder über die Webseite Observation.org.

Ziel ist es, Menschen für die Natur zu begeistern und Erkenntnisse über die bedrohte Artenvielfalt in Deutschland zu gewinnen: Die Ergebnisse werden dem Naturschutz und der Grundlagenforschung zur Verfügung gestellt, z.B. zur Erstellung Roter Listen der gefährdeten Arten oder auch für die Naturschutzarbeit vor Ort. Sie fließen auch in internationale Auswertungen ein.

So geht es
Durch die Nutzung der kostenlosen App ObsIdentify, die über eine automatische Bestimmungsfunktion verfügt, kann man auch ohne Artenkenntnisse mitmachen. Benötigt wird hierfür lediglich ein Handy mit halbwegs guter Kamera, ggf. Zugriff auf die GPS-Daten des Smartphones, und ein Nutzeraccount auf www.observation.org (alles kostenfrei).

Die künstliche Intelligenz, das System hinter der App, lernt ständig dazu. Sie erkennt bereits jetzt zahlreiche heimische Pflanzen und Tiere wie Schmetterlinge, Wanzen, Libellen und viele mehr.

Wer sich selbst gut bei der Tier-, Pilz- und Pflanzenbestimmung auskennt, kann auch die Apps ObsMapp und iObs verwenden, um Funde ohne Foto zu melden, oder direkt die Webseite Observation.org nutzen.

Gemeldete Fotos werden durch Fachleute validiert, so dass am Ende ein Datensatz entsteht, der wissenschaftlicher Ansprüchen genügt.

Forschungsbeitrag leisten
Bei einem Bioblitz zählt alles, was bestimmbar ist, egal ob Einzeller, Pilz, Pflanze oder Tier. „Wir sind fasziniert von der Natur und haben den Wunsch, über zahlreiche Zufallsfunde zu neuen Erkenntnissen beizutragen, die letztlich dem Naturschutz dienen“, erklärt Jörg Liesendahl, Biologe und Pädagogischer Leiter der Natur-Schule Grund: „Wir möchten bei möglichst vielen Menschen eine Begeisterung für die Natur entfachen und über den Wettbewerb den Blick auf die Arten schulen“.

Die Städte Münster und Salzburg haben übrigens im Jahr 2021 bereits einen solchen Bioblitz erfolgreich durchgeführt. Heraus kamen über 3.350 Arten in Münster und 2.500 Arten in Salzburg. Zu den Ergebnissen zählten Erstfunde für die jeweiligen Gebiete und zahlreiche Nachweise von Arten, die im Rahmen des Klimawandels derzeit ihr Areal verändern. Über Observation.org lassen sich solche Entwicklungen nahezu live verfolgen.

Der „Bioblitz 2022“ findet mit freundlicher Unterstützung der Stiftung Münster der Sparda-Bank West und der Plattform Observation.org (www.observation.org) statt.

Für Interessierte stehen Informationen zu dem Projekt #bioblitz2022 auf der Website bereit: www.bioblitze.lwl.org.

Interessierte finden zukünftig die Ergebnisse der Bioblitze 2022 hier:
https://observation.org/.../d-landkreise-und-kreisfreie...

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